Infos für die Zeit im Kindergarten Wittorf

 

                                                                                                                                               Wittorf im Juni 2018

 

 

 

Wie sinnvoll ist das Zähneputzen im Kindergarten?

 

Zähneputzen ist wichtig, das steht außer Frage!!!

Die Fragestellung für unser Team war demnach, wie sinnvoll ist dies im Kindergarten?

In den letzten zwei Monaten haben wir uns im Kiga-Team immer wieder Zeit genommen, diese Frage zu besprechen und zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Es gab durchaus Argumente für die Zahnpflege im Kindergarten, insgesamt jedoch weitaus mehr Dinge, die den Sinn deutlich in Frage stellten.

Einen Teil der Argumente, die für uns entscheidend waren das Zähneputzen im Kindergarten abzuschaffen, stellen wir Ihnen nun vor.

 

Dagegen spricht:

 

1. Die Hygiene kann nicht einwandfrei gewährleistet werden. Beispielsweise beim nebeneinander Legen der Bürsten auf einem Tablett ist der Abstand nicht gegeben. Belässt man als Alternative die Bürsten im Becher, sammelt sich ständig Wasser im Becher an und bietet einen Nährboden für Bakterien.

Auch kommt es vor, dass die Kinder andere Dinge mit der Bürste putzen oder die Bürstenköpfe zerkauen und die Zahncreme wird auch gerne mal nur abgeschleckt.

 

2. Bei den jüngeren Kindern, kann die richtige Zahnputztechnik aus der motorischen Entwicklung heraus, nicht ausgeführt werden. Dies ist erst zu dem Zeitpunkt möglich, an dem vom Kind die Schreibschrift ausgeübt werden kann. In Folge dessen werden die Zähne waagerecht geschrubbt (statt kreisend) und häufig auch zu viel Druck dabei ausgeübt.

Hier müsste eigentlich ein Erwachsener die Zähne des Kindes putzen, um Verletzungen des Zahnfleisches und der Zahnoberfläche zu vermeiden.

 

3. Nach dem Genuss von Obst oder Fruchtgetränken oder anderen säurehaltigen Lebensmitteln ist die Oberfläche der Zähne empfindlicher gegenüber mechanischen Reizen (Zahnbürste). Ärzte empfehlen daher mindestens 30 Minuten zu warten bevor man die Zähne putzt, da sonst der Zahnschmelz verletzt wird.

Diese Zeit abzuwarten ist im Kindergarten nicht zu organisieren.

 

4. Wir putzen in der Regel die Milchzähne, was für die Mundhygiene bzw. für das Wachstum der neuen Zähne durchaus eine Rolle spielt. Sehr viel relevanter ist es aber die 2. Zähne, die erst mit dem Schulalter wachsen, gründlich zu putzen.

 

5. Mit dem Schuleintritt endet die Pflege der Zähne innerhalb einer Institution, also im Grunde dann, wenn es am wichtigsten wäre.

Was bleibt ist die häusliche Zahnpflege, morgens vor Schulbeginn und abends nach dem Abendessen.

 

6. Das pädagogisch/pflegerisch verankerte „Ritual“ vom Kindergarten fällt also mit Schulbeginn komplett weg und dies über 9 bis 12 Jahre, je nach Wahl der Schulform (Hauptschule, Realschule oder Gymnasium).

Hinweis im Zusammenhang mit Punkt 3: Verankert wurde das Zähneputzen direkt nach dem Frühstück ohne die Wartezeit zum Schutz des Zahnschmelzes.

 

7. Die Gruppenkräfte verbringen täglich 30 – 40 Minuten mit der Begleitung des Zähneputzens und dem Versuch die Hygienebedingungen so gut wie möglich zu gestalten.

Diese Zeit fehlt dann in der Bildungsarbeit mit den Kindern oder geht von der für die Entwicklung ebenfalls wertvollen Freispielzeit der Kinder ab.

 

 

Aus den genannten Gründen möchten wir die Verantwortung für die tägliche Zahnhygiene wieder voll in die Hände der Eltern legen, d.h. in die häusliche Zahnpflege morgens vor dem Kindergarten und abends nach  dem Abendessen.

 

Anstelle des täglichen Zähneputzens, werden wir im Kindergarten zukünftig in Projektform das „Thema Zahngesundheit und Ernährung“ mit den Kindern erarbeiten. Dazu wird es über einen längeren Zeitraum verschiedene Angebote in gezielter Form geben, um Ihren Kindern eine sinnvolle und altersgerechte Auseinandersetzung mit der Zahnpflege zu ermöglichen. Diese Projektarbeit wird dann mit dem jährlichen Besuch der „Zahnfee“ und der später folgenden zahnärztlichen Untersuchung kombiniert werden.

 

Die neue Regelung wird mit Beginn des Sommerkindergartens bzw. ab 1. Juli 2018 im Kindergarten eingeführt.

 

 

 

Wir vermuten, dass diese Information zunächst auch in der Elternschaft, ebenso wie innerhalb unseres kleinen Kiga-Teams, relativ kontrovers aufgenommen wird und stehen Ihnen deshalb für Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

 

 

Herzliche Grüße

 

Ihr Kiga-Team

 

                                                                   Weitere Infos für die Zeit im Kindergarten Wittorf

 

 

Bringzeit 8.00 bis 8.45 Uhr

 

 

Abholzeit 12:45 bis 13:00 Uhr        

Ganztagskinder bis 16:00 Uhr

 

Informationsbuch:

Termine für freie Tage, Urlaub und                     anderen Abholer für das Kind eintragen.

 

Guten Morgen und     
Auf Wiedersehen sagen.

 

 

                Zum Verbleib im Kindergarten: 

                Gummistiefel ohne Bänder, Regenjacke …  

 

                        und  Matschhose.

  

Rucksack mit Vorderverschluss

 

 

Brotdose mit Frühstück,                                         Getränke stellt der Kindergarten.

 

                         Trinkflasche für den Sport.

 

 

                         Gymnastikschuhe oder

 

                         Turnschuhe mit heller Sohle.

 

 

Radler oder Leggins und 

T- Shirt für den Sport.

 

1 x große Packung Taschentücher

 

 

Müsli und gesundes Frühstück:

Die Zutaten werden von den Eltern mitgebracht.

 

1 Bastelschere, wenn die Kinder gerne                    eine eigene haben möchten.

 

Bringen u. Abholen: Bitte in die Liste eintragen.

 

 

Feste geschlossene Hausschuhe, mit Gummizug       oder Klettverschluss.

 

Kleidung und sonstige persönliche Gegenstände bitte immer mit dem Namen versehen.             Es gibt z.B. Namenschilder bei:

Gut markiert DORTEX -Namensbänder